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Leh ist die nördlichste und höchst gelegene Stadt Indiens in der Region Ladakh im Bundesstaat Jammu und Kashmir. Auf 3500 Höhenmetern umringt von schneebedeckten Bergen habe ich nach unserer Ankunft in Leh eher das Gefühl in Tibet zu sein als in Indien. Das Gebiet ist trocken, kalt, ursprünglich und hat einen ganz eigenen Zauber.
Leh gilt als touristische Hochburg für Trecking-Fans und Bergsteiger, doch wir erreichen die Stadt zum Ende der Saison und so sieht man weniger europäische Gesichter in den Strassen. In einigen Cafes und Restaurants hört man vertraute Akzente, viele Gästehäuser und Hotels haben nach wie vor internationale Besucher, aber das sollen nur die übrig gebliebenen 10% vom Sommerboom sein.

Um nach Leh zu kommen gibt es nur zwei Möglichkeiten. Die schnelle Variante ist diese, mit dem Flugzeug von Srinagar, Delhi, Chandigarh oder Jammu nach Leh zu fliegen. Der abenteuerlichere Weg führt mit dem Jeep über den Manali-Leh-Highway oder den Srinagar-Leh-Highway. Der Manali-Leh-Highway führt über den Taglang La, mit 5300 Metern der zweithöchste befahrbare Pass der Welt. Die beiden Straßen sind offiziell nur von Juni bis September befahrbar.
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Posted 2 years, 3 months ago at 9:17 AM. Add a comment
Die Kinder im Alter von sechs bis sechzehn Jahren stehen in vier Reihen auf der kleinen Wiese vor dem Schulgebäude, als wir durch das Seitentor hinein spähen. Man bittet uns herein.
Die Kinder schauen überrascht drein, flüstern miteinander und schauen betreten zu Boden, sobald wir Blickkontakt suchen. Einige verlieren schnell ihre anfängliche Furcht und winken zurück oder rufen ‘Good Afternoon, Sir! Hello Miss!’. Sie lachen, wir lächeln zurück!

Wir treffen den Direktor der Schule Mushtag Ahmed Shah in seinem Büro und auch seine Frau und zwei älteren Kinder sind anwesend. Die ganze Familie arbeitet in der Schule, welche eine der besseren in Kaschmir ist, doch bei weitem nicht mit westlichem Standart zu vergleichen ist.
Elite co-ed Schule in Srinagar
Sie haben Tische und Stühle in den Klassenräumen, einen kleinen Wissenschaftsraum, in dem einige Weltkarten und Gerätschaften für den Biologieunterricht aufbewahrt werden und sogar einen PC-Raum mit einigen Computern. Vor gut sieben Jahren hat Mushtag Ahmed Shah die Elite co-ed School in Srinagar gegründet und aus eigener Tasche finanziert. Von anfänglich 10 Schülern unterrichten die Lehrerinnen nun schon 487 Schüler in Englisch, Hindi, Urdu, Mathematik, Wissenschaften und Religion. Da Privatschulen, wie überall, sehr teuer sind und oftmals in die eigene Tasche wirtschaften, ist gute Bildung für die Kinder der meisten Familien undenkbar. Ganz traditionell wird in einigen abgelegenen Dörfern der Unterricht sogar zu Haus durchgeführt. Auch Betreutes Wohnen im Alter gibt es in Indien nicht, denn die Familie steht an erster Stelle und kümmert sich um jeden Einzelnen. Continue Reading…
Posted 2 years, 3 months ago at 1:10 PM. 3 comments
Kashmir und Jammu ist die Region im äußersten Norden von Indien. So nördlich, dass man die Ausläufer des Himalajas sieht und den nahenden Winter spürt, während im Rest des Landes brütende Hitze herrscht. Wirft man einen Blick auf eine ältere Karte Pakistans, liegt Kashmir sogar so weit im Norden, dass es schon gar nicht mehr zu Indien gehört. Doch das ist Ansichtssache der Regierungen, auf einer indischen Karte sieht das alles schon wieder ganz anders aus.
Jammu und Kashmir ist ein indischer Bundesstaat und Teil der zwischen der Volksrepublik China, Indien und Pakistan umstrittenen Region Kaschmir. Bis vor einigen Jahren erschütterten Grenzkonflikte die Region und Kashmir gehörte zu Pakistan, heute ist das Gebiet ruhig und friedlich. Die Warnungen vom Auswärtigen Amt, welche Kashmir schon fast als Krisengebiet ausweisen, halten die meisten Touristen fern.

Die Menschen hier sind freundlich, manchmal scheu oder so begeistert einen Europäer zu sehe, dass ich gelegentlich um ein Foto gebeten werde. Das ist ein komisches Gefühl und eine ungewohnte Situation mit der man nicht wirklich rechnet.
Kashmir und Jammu
Srinagar ist im Sommer die Hauptstadt von Kashmir und Jammu. Soldaten stehen in den Strassen nach wie vor auf ihren Posten, doch sie lächeln und lassen sich fotografieren – die Situation ist entspannt und die letzten Zwischenfälle vier Jahre her. Doch spricht man mit den Bewohnern ist es eher das Militär, welches den hin und wieder auftretenden Ärger verursachen. Doch Touristen sind nicht das Ziel diesen Ärgers, denn sie bringen das Geld. Continue Reading…
Posted 2 years, 3 months ago at 3:25 PM. Add a comment
Der Vollstaendigkeit halber habe ich den neuen Artikel ueber das Taj Mahal weiter unten gepostet, da ich das Taj noch vor Srinigar besucht hatte.
Die Kommentarfunktion sollte nun auch wieder funktionieren, sagt ruhig bescheit wenn dies nicht der Fall sein sollte. Beim reparieren des Gaestebuches war ich leider nicht so erfolgreich, ich hoffe das in der naechsten Zeit hin zu bekommen.
Liebe Gruesse aus Leh, Kashmir.
Heike
Posted 2 years, 3 months ago at 4:27 PM. Add a comment
Srinangar ist der Himmel auf Erden. Srinagar ist für Delhi, wie die Ostsee für Berlin – der Ort an den man kommt um dem Trubel der Großstadt zu entfliehen. Srinagar liegt etwa 400 Kilometer nördlich von Delhi in der Region von Kashmir und Jammu.
Mehrere große Seen in Srinagar bilden eine Einheit mit dem Stadtgebiet und so sieht man manchmal gar nicht wo die Hausboote aufhören und die Gebäude auf dem Festland beginnen. Zwischen drinnen findet man einfache Holzhäuser auf Stelzen im Wasser stehend.

Wie in Venedig schieben sich bunte Gondeln durch die Kanäle zwischen den bewohnbaren Booten. Schwimmende Händler mit einer Auswahl an Tüchern, Ketten oder Blumen haben die flinken Straßenhändler abgelöst. Alles ist ruhiger und gesitteter, für indische Verhältnisse und die uns etwas fremde Kultur. Wo wir uns zu Land in Rikschas auf huckeliger Piste durch den Verkehr gezwängt haben, finden wir uns nun zwischen gemütlichen Kissen an Bord einer Shikara wieder, dem indischen Wassertaxi.
Flug von New Delhi nach Srinagar
Von Delhi sind wir kurzer Hand nach Srinagar geflogen. Inlandflüge sind in Indien recht günstig und nach vier Tagen in New Delhi ist ein Ortswechsel keine schlechte Idee. Die meisten Touristen verbringen nur ein bis zwei Tage in Delhi um von dort ihre eigentliche Tour zu starten. Als das Flugzeug abhob verschwand die brodelnde Metropole in einer dicken Smokwolke unter uns. Continue Reading…
Posted 2 years, 3 months ago at 8:14 PM. Add a comment
Der Taj Mahal, aus dem Persischen übersetzt der Kronen-Palast,ist wohl das bekannteste Bauwerk welches man mit dem indischen Subkontinent verbindet. Als Mausoleum fuer seine über alles geliebte Frau Mumtaz Mahal hat der Großmogul Shah Jahan das Taj Mahal nach ihrem Tod im Jahr 1631 erbauen lassen.
Die 58 Meter hohe und 56 Meter breite Grabmoschee im Zentrum von Agra besticht durch Symmetrie. Auf einer 100×100 Meter großen Marmorplattform ragt das ebenfalls komplett aus Marmor bestehende Bauwerk in die Höhe.

Umringt wird das Taj Mahal von vier Minarette, welche leicht geneigt sind, um im Falle eines Erdbebens nicht auf das Hauptgebäude zu stürzen.
Von Delhi nach Agra zum Taj Mahal
Früh am Morgen um 7:30 Uhr waren wir start klar für unseren Trip nach Agra zum Taj Mahal, gegen 10 Uhr ging es dann los. Die indischen Zeiten erinnern mich ein wenig an die neuseeländischen, alles braucht seine Zeit und Pünktlichkeit ist relativ – eigentlich sollte ich daran gewohnt sein 
Auf dem Weg zum 250km entfernten Agra verdunkelte sich auf halber Strecke der Himmel und es fing an zu regnen. Ich hatte mich schon gewundert, dass wir am Ende der Regenzeit so gutes Wetter hatten, doch hier holte uns der Regen ein. Continue Reading…
Posted 2 years, 4 months ago at 7:04 PM. Add a comment
An unserem erst Abend in Indien findet ein Couchsurfing Treffen in Delhi statt. Das ist eine gute Gelegenheit andere Couchsurfer zu treffen und auch Barbara, die uns noch vor Ankunft hilfreiche Tips gab.
Das Treffen findet in Sadiq statt, in einem der einzigen drei Pubs in Delhi nur etwa 15km von Kaustubhs Apartment entfernt. Das bedeutet etwa eine Stunde mit der Rikscha durch den abendlichen Verkehr.

Etwa zwei Stunden, zwei Auto-Rikschas und eine Fahrrad-Rikscha später sind wir in Saket. Unserer ersten Rikscha ist der Treibstoff ausgegangen. Mitten auf einer vielbefahrenen Brücke wurde das Gefährt langsamer, der Fahrer sprang heraus und rollte es an den Rand. Das wird wohl heute nichts mehr mit meinem ersten Couchsufer Treffen in Indien, dachte ich so bei mir. Continue Reading…
Posted 2 years, 4 months ago at 11:01 PM. Add a comment
‘Incredible India’ heißt es auf dem Einreise-Visum an der Passkontrolle in New Delhi und es stimmt. Indien ist unglaublich und wunderbar. Allein in Delhi leben fast 12 Millionen Menschen und das in Verhältnissen die unterschiedlicher nicht sein könnten. Vom armen Bettler, der auf der Strasse lebt bis hin zum reichen Wirtschaftsmogul leben Alle ziemlich nah neben einander. Vor dem teuren Nike-Shop betteln kleine Kinder um Essen, während Damen in bunten Saris vorbei stolzieren.
Der Zeitunterschied von Deutschland zu Indien beträgt +3:30 h.
Am nächsten Morgen schlafen wir lange. Der Flug war doch ziemlich anstrengend, doch Indien wartet vor der Tür. Mit Hupen und Straßenlärm, der gedämpft sogar bis hinunter in das Apartment im Untergeschoss des Hausen dringt, ruft New Delhi zu einer ersten Entdeckungstour. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen unter anderem der Lotus Tempel und das Indien Gate. Na dann los an in den Trubel!

Von Nizamuddin East fahren wir per Auto-Rikscha nach Connaught Place, eines der Zentren Delhis. Drei verschiedene Strassen schlängeln sich hier um einen Park, der sich im Zentrum von Connaught Place befindet. Außen herum tobt das Leben, Geschäfte, Restaurant, Reisebüros und westliche Fast-Food-Ketten drängen sich im Erdgeschoss aneinander. Auf den höheren Etagen der Gebäude befinden sich die besseren Restaurants mit Aussicht über das chaotische Treiben auf der Strasse. Continue Reading…
Posted 2 years, 4 months ago at 10:24 PM. Add a comment