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_____ Backpacker Stories _____

Marokko – Abseits von Hotels und Ressorts

Wer sich abseits des touristischen Pfades bewegt, begegnet zuvorkommenden, freundlichen Marokkanern mit guten Absichten. Rund um unser sogenanntes Hotel – Ressort allerdings, tauchen diese nervigen Verkäufer auf, die nicht nur meine neueste Anschaffung, das Gewand mit Kapuze, genannt „Jalaba“ bejubeln, sondern auch auf gebrochenem Deutsch, Russisch und Englisch versuchen, uns für ihre drittklassigen Produkten zu begeistern.

Marakkesch – Hotel traditionell

Nach vier Tagen Badeurlaub am Strand von Agadir sind wir wieder in Marrakesch. Das spontan im Internet gebuchte Hotel entpuppt sich als sehr traditionell. Der Besitzer, ein Deutscher, lebt seit 40 Jahren in Marokko und betreibt mitten im Stadtzentrum dieses kleine Hotel mit 24 Zimmern. Er kennt den Marokkanischen König persönlich, Versace veranstaltet bei ihm auch schon mal ein Fotoshooting und zu seinen Stammgästen zählen hochrangige deutsche Politiker. Wer hier übernachtet, kann sein Frühstück ab Morgens 08:00 Uhr bis abends 18:00 bekommen. Wann immer und wo immer es der Gast möchte. Das Hotel erinnert durch die 10 Meter hohen Mauern an eine Burg. Herrliche Ruhe und ein familiäres Flair. Die Zimmer sind überdurchschnittlich groß, bieten große Betten, marokkanische Teppiche, bunte Waschbecken und diffuses Licht. Es gibt keine abschließbaren Türen und Fenster. Alles hier ist offen. Der Hausherr lädt uns zum Abendessen auf das Dach seines kleinen Palastes. Es gibt ein Huhn-Drei-Gang-Menü mit einem erfrischenden Lüftchen und dem besten Blick über die Dächer von Marakkesch.

Marokko © by Dimitri Blinski
Marokko © by Dimitri Blinski
Marokko © by Dimitri Blinski
Marokko © by Dimitri Blinski
Marokko © by Dimitri Blinski
Marokko © by Dimitri Blinski
Marokko © by Dimitri Blinski
Marokko © by Dimitri Blinski

Zagora – das Tor zur Wüste

Am nächsten Tag erreichen wir nach 8 Stunden Fahrt durch das Atlasgebirge die Stadt Zagora, nahe der algerischen Grenze. Die Luft ist hier trocken und bis zu 50° C heiß. Die Häuser rund um die Hauptstraße von Zagora, benannt nach dem früheren König Mohammed V, sind aus Lehm und Sandstein. Wir sind nur wenige Kilometer vor den ersten Dünen der Sahara. Die Hotel-Sweet bekommen wir hier, am Ende der Welt, schon für 40 €. Vom WC Deckel, über den Duschvorhang bis zu den Wänden, alles hier heizt sich auf. Große Freude kommt da auf, wo es wirklich kaltes Wasser gibt.

Jeeptour in Marokkos Wüste -  Sand, Kamele und die Dünen der Sahara

Am nächste Morgen brechen wir um 6:00 Uhr auf in die Wüste, meinem eigentlichen Ziel der gesamten Reise. Rund 1,5 Stunden Jeeptour und wir sind in den Dünen. Die Kamele tragen uns durch den wunderschön geformten Sand. Beim Besteigen eines Sandbergs, muss man mehr Kraft aufbringen, als in den Bergen. Die heiße Luft, die Sonne und der glühende Wüstensand schaffen Umstände, an die wir Europäer nicht gewöhnt sind. Rund zwei Stunden später sitzen wir wieder im klimatisierten Jeep und lassen uns glücklich und zufrieden in das Hotel zurückbringen.
Wer den afrikanischen Kontinent bisher noch nicht bereist hat, wird sich in Marokko über einiges wundern. Die Religion spielt eine wesentliche Rolle. Trotzdem eignet sich dieses Land für eine rein touristische Reise. Die Unterschiede zu Europa sind weit geringer, als z.B. in Algerien oder Mauretanien. Die Grenzen zu diesen beiden Ländern sind übrigens gesperrt, Marokkos Beziehungen zu den Nachbarstaaten sind momentan angespannt.
Gute Reise !

© Dimitri Blinski

Dies ist der letzte Teil eines dreiteiligen Artikels von Dimitrie Blinski, der sich auf eine Reise von Berlin nach Marrakesch und Agadir begeben hat und uns seine Eindrücke und Erlebnisse schildert.

Posted 2 years, 8 months ago at 12:22 AM.

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Afrika – Wüste und Religion

Etwa 300 Kilometer Niemandsland, Dutzende Tiertransporte und genau so viele waghalsige Überholmanöver unseres Busfahrers später, sind wir in Agadir. Auf der Suche nach einem Taxi begegnen uns die ersten aufdringlichen Marokkaner. Der Fahrer nimmt uns mit für 30 Dirham, statt ursprünglich 50 (10DH = 1 €). Auf dem Weg zum Auto greift er nach meinem Koffer, obwohl doch mehrere Frauen in unserer kleinen Reisegruppe mit noch größerem Gepäck unterwegs sind.

Flughafen Marrakesch © by Dimitri Blinski

Religion – Wir sind in einem muslimischen Land

Wir sind in einem muslimischen Land. In seinem alten Mercedes Benz, ich vermute ein ausgemustertes Modell aus Deutschland, erzählt mir der Taxifahrer davon, dass in Europa doch im Moment die Krise herrscht und das es keine Arbeit gebe. In Marokko gibt es nach wie vor viel zu tun. Er ist sichtlich stolz auf sein Land und lässt sich von uns Europäern nicht beeindrucken, obwohl wir doch keine Versuche dazu unternommen haben. Vielleicht wird er in seinem Krisendenken durch unsere harten Verhandlungen um den Fahrpreis bestärkt. Er fährt uns unterdessen durch die Stadt zu unserem Hotel.

Wo ist der Markt in Agadir ?

Nach dem Einchecken im Hotel beschließen wir den Markt zu besuchen. 20min Fußmarsch und zwei Taximinuten – Hier werden neben Obst und Gemüse auch Fleisch, Gewürze, Haushaltswaren und Keramikartikel angeboten. Am Stand 211 kommt uns ein junger Mann entgegen und erzählt in aufgeregter, aber nicht aufdringlicher Art, welches seiner Gewürze in Pyramidenform, wo Anwendung findet. Dann zeigt er uns Shampoo-Steine, die bei Wasserkontakt schäumen. Getrocknete Pflanzenblüten als natürliche Zahnstocher und schließlich einen Stein, der beim Befeuchten rote Farbe abgibt. Die Marokkaner nutzen diesen als Lippenstift. Ich hebe den Kopf und sehe über seinen unzähligen Gewürzgläsern die Deutsche Fahne.

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Flughafen Marrakesch © by Dimitri Blinski

Trinkwasserprobleme in Afrika

Er lädt uns zum Teetrinken ein. Wir nehmen in der Sitzecke seines 20 Quadratmeter großen Standes platz. In diesem Moment denke ich an die Worte aus meinem Reiseführer: „trinken Sie nie aus den Ihnen angebotenen Gefäßen“. Just in dieser Sekunde sehe ich, wie unser liebenswerter Marokkaner, in einem Plastikgefäß, auf dem Boden vor seinem Laden, die Gläser für den Tee kurz durchspült. Nun gibt es kein Zurück mehr. Beim Tee erzählt uns der 27jährige, dass die Männer hier mit 18 Jahren heiraten. Und das alle verheirateten Frauen Kopftücher tragen müssen. Ob er den verheiratet sei? Nein, der Laden gehört seinem Vater sagt er. Wäre es seiner, er wäre bereits verheiratet. Sein Bruder hat 17 Jahre in Frankfurt gelebt. Unser Verkäufer möchte selbst nicht nach Deutschland, er liebt die Marokkanischen Frauen, sie sind „süß wie Honig“.

© Dimitri Blinski

Dies ist der zweite Teil eines dreiteiligen Artikels von Dimitrie Blinski, der sich auf eine Reise von Berlin nach Marrakesch und Agadir begeben hat und uns seine Eindrücke und Erlebnisse schildert.

Posted 2 years, 8 months ago at 9:48 PM.

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Wasserschlacht 2009 fällt aus!

Wie das Internetportal Xhain.info berichtete fällt die legendäre Wasserschlacht um die Oberbaumbrücke leider in diesem Jahr aus. Die am Sonntag dem 06. September stadtfindende Wasser- und Essensschlacht wurde von der kreuzberger Bergpartei aus organisatorischen Günden abgesagt.

Das ist schade, wo sich doch die trickreichen Friedrichshainer schon mit viel Vorfreude auf dieses Festival vorbereiten und auch die Kreuzberger mit neuen Ideen, den Friedrichsheinern den Gar aus zu machen, in den Startlöchern stehen.

Wer trotzdem gerne die Wasserschlacht 2009 anmelden und organisieren möchte, ist herzlichst dazu aufgerufen und kann sich von der Bergpartei gerne Tips geben lassen.

Posted 2 years, 8 months ago at 6:36 PM.

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Friedrichshain vs. Kreuzberg – Wasserschlacht Berlin 2009

Die Wasserschlacht, oder auch Brückenschlacht, von Berlin ist legendär! Wenn sich die Bewohner der Bezirke Friedrichshain und Kreuzberg auf der Oberbaumbrücke gegenüber stehen bleibt kein Auge trocken und kein Fleckchen Kleidung unbesudelt. Auch in Jahr 2009 werden wieder die Fetzen fliegen. Rohe Eier, verfaultes Gemüse, Mehl, Wasser und alles das ordentlich Dreck macht ist erlaubt. Der Tag der Abrechnung ist der 06. September 2009.

Wie voraus zu sehen ist werden die glorreichen Friedrichshainer den sieglosen Kreuzbergern bei der Wasserschlacht um die Ehre der Bezirke auf ein neues zeigen wo der Hammer hängt. Schon in den letzten Jahren mussten die Verlierer sich von der Oberbaumbrücke in ihren Stadtteil zurück drängen lassen und unter einem ohrenbetäubenden ‘Nie wieder friedlich sein! Friedrichshain!’ wurden auch die letzten kläglichen Versuche der Kreuzberger, ein wenig Boden zu gewinnen, zu Nichte gemacht.

Wasserschlacht auf der Oberbaumbrücke 27.07.2008, ©flickr by gρtwıรtɛd

800 aktive Besucher und mindestens genauso viele Schaulustige zählten die Veranstalter der Brückenschlacht im Jahr 2008. Wer dem verrückten Treiben zu nahe kam wurde gnadenlos involviert. So wurden zum Beispiel ein paar nichts ahnende Touristen mit ein paar Ladungen Mehl überrascht, als diese sich mit einem Boot auf der Spree herum schippern ließen und sich wegen des guten Wetters natürlich an Deck aufhielten. Ja das ist die Natur der Dinge, wer dem spaßigen Chaos zu nahe kommt muss einfach mitmachen.

Zur Geschichte der Wasserschlacht Berlin

Die Schlacht um die Vorherrschaft der Ost- und West-Bezirke geht auf die Berliner Bezirksgebietsreform Ende der 90er-Jahren zurück. Damals entstand der Plan Friedrichshain und Kreuzberg im Rahmen einer Verwaltungsreform 2001 zu einem Bezirk zusammenzufassen. Auf politischer politischen Ebene gab es Auseinandersetzung wegen der Zusammenführung des Ost- und mit dem Westbezirk. Als friedliche Demonstration wurde im Jahr 1998 die erste Wasserschlacht auf der Oberbaumbrücke ausgetragen, welche beide Stadtteile verbindet.

Friedliche Demonstration – Brückenschlacht 2009

Die Waffen sind gewählt: altes Obst, fauliges Gemüse, Mehl, Reis, Eier, Wasser und Schaumstoffschläger – vorzugsweise eignen sich hierfür Rohrisolierungen aus dem Baumarkt. Zum Schutz vor der glibberigen Angriffswellen aus dem benachbarten Stadtteil gibt es einige kleine Hilfsmittel, kreative Müllsacke-Trenchcoats und Schilde aus Pappe sind durchaus nicht verkehrt um sich im Schlachtgetümmel zu behaupten. Flaschen, Schlagstöcke, Ziegelsteine und alles was als Waffe gelten kann ist strickt untersagt! Es geht darum Spass zu haben und der Veranstalter bezieht hier auch klar Stellung: “Vermeidet Verletzungen!” Also Friedrichshainer/innen auf in den Kampf und zeigt den Kreuzbergern wer die wahren Herren der Oberbaumbrücke sind! ‘Nie wieder friedlich sein! Friedrichshain!’

Posted 2 years, 9 months ago at 9:39 AM.

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Paihia, Waitangi und immer am Strand entlang

Pahia liegt im Norden der Nordinsel inmitten der wundervollen Bay of Island. Das ehemals ruhige Fischerdorf im Far-North-Distrikt der Region Northland hat sich in den letzten Jahren zu einem fröhlichen Touristenort entwickelt, der trotz alledem seinen gemütlichen Charme bewart hat. Nahe Pahias befindet sich Waitangi, der Ort an dem der 1840 der Vertrag von Waitangi unterzeichnet wurde. Auf der anderen Seite der Bucht liegt der kleine Ort Russell, erste Hauptstadt Neuseelands.

Heute ist der vierte Tag unserer Tour durch den äußersten Norden Neuseelands, das sogenannte Nordland. Die letzten Nächte haben wir an verschiedenen Stränden verbracht – daher gab es auch keine Nachrichten von mir. Rini und ich haben es uns die letzten Nächte im Auto gemütlich gemacht und die zwei Esten (Kristjan und Risto) die wir von Auckland aus mitgenommen haben schlagen jeden Abend ihr Zelt auf.
Die letzte Nacht haben wir uns aber mal ein gemütliches Hostelzimmer gegönnt. Was auch im Nachhinein eine gute Idee war, da es in der Nacht angefangen hat zu regnen. Und das Zelt von Kristjan und Risto sich schon bei stärkeren Böen gerne selbstständig machte. Continue Reading…

Posted 3 years, 6 months ago at 4:10 AM.

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Rotorua in der Bay of Plenty

Rotorua liegt direkt im Zentrum der Nordinsel etwa drei Stunden südlich von Auckland. Der gesamte Distrikt liegt auf dem nördlichen Ausläufer des Zentralen Vulkanplateaus und weißt das ganze Jahr über geothermale Aktivitäten auf. Geysiere mit teilweise bis zu 20 Meter hohen Fontänen, blubbernde Mud-Pools und heiße Quellen machen Rotorua zu einem der sehenswerten Orte Neuseeland. Ein weiterer Pluspunkt auf den sich Reisende freuen können ist die Tatsache, dass eigentlich jedes Hotel oder Hostel im Kurort Rotorua über einen Hot-Pool verfügt. Dort kann man nach einem langen Tag in den Nationalparks seine müden Glieder entspannen.

Das erste was ich bemerkte als ich aus dem Bus stieg, war ein leichter, aber alles durchdringender Geruch nach faulen Eiern – Schwefel. Da in der Umgebung von Rotorua nach wie vor noch vulkanische Aktivitäten zu verzeichnen sind, riecht es immer und überall nach Schwefel. Aber nach etwa 1-2 Stunden in der Stadt hat man sich allmählich daran Gewöhnt und bemerkt den üblen Geruch kaum noch.

Rotorua, Brücke im Nebel, ©flickr by Heike_Quosdorf

Gleich am ersten Tag habe ich mir einige der viele Geysiere, Hot-Water-Pool und Mud-Pools. Zusammen mit Alice aus Frankreich, die ich im Bus kennen gelernt hatte, und Kai aus Deutschland bin ich zum Te Whakarewarewa Thermal Valley gelaufen. Das ‘Naturschutzgebiet’  Te Puia ist wie ein Park gestalltet in dem von von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten Geht. Wer, wie wir, an der Führung teil nimmt, wird mit einer kleinen Bahn durch den vordersten Teil des Parks gefahren und von einer lebensfrohen Maori Dame über die Geschichte des Ortes informiert. Außerdem befindet sich auf dem Gelände ein Kiwihaus, ein nach gebautes Maori Dorf und ein Maori Meeting Haus. Continue Reading…

Posted 3 years, 6 months ago at 9:39 AM.

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