Trecking in Likir am Nam Khagol
Leh ist bekannter Ausgangsort für Bergtouren und mehrtägige Wanderungen in die Himalajas. Läuft man durch die Strassen der kleinen Stadt findet man eine ganze Reihe von Angeboten in den Reisebüros, welche Ausflüge mit Gepäckeseln, Guide, Koch und Zelten organisieren. Die komplette Ausrüstung für Bergtouren in die kalten Höhenlagen kann man hier ausleihen.
Doch so weit hinauf wollen wir gar nicht. So ganz ohne Höhentraining in die Himalajas zu klettern ist wohl nicht die beste Idee, außerdem möchten wir nicht auf einen Bergführer und sein ganzes Team von Köchen angewiesen sein. Wir entschließen uns auf eigene Faust zu einem der buddhistischen Kloster aufzubrechen und von dort aus eine kleine Tour in die Berge zu starten.
In den meisten kleineren Orten entlang der Wanderrouten kann man in Home Stays übernachten. Wie der Name schon sagt, kommt man im Haus einer der Familien unter, welche in den Bergen leben und noch ein Zimmer für Gäste frei haben. Die Unterkünfte sind meist eine Tageswanderung voneinander entfernt und so braucht mal kein Zelt mitnehmen und nur Wasser und Verpflegung für einen Tag, was den Rucksack um einiges leichter macht.
Mit dem Bus von Leh nach Likir
Am Morgen machen wir uns zum 62 Kilometer entfernten Ort Likir auf. Nach fast einer Stunde Fußmarsch aus dem Zentrum der Stadt hinaus Richtung Manali und erfolglosen Versuchen per Anhalter zu fahren, erwischten wir einen Bus nach Spituk. Von dort geht es mit dem nächsten Bus, der nur einmal am Tag fährt, weiter nach Likir. Wir haben großes Glück und warten nur gut fünf Minuten, dann sind wir wieder unterwegs. Aus den gequälten Lautsprechern hinter mir dudelt quirlige Hindi-Musik und als wir eine der Stupas passieren, legt der Herr neben mir seine Fingerspitzen aneinander und versinkt in ein kurzes Gebet. Continue Reading…
